Förderverein Feuerwehr 1908 e.V.

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Neuer Einsatzleitwagen

ELW neuster Generation

Müncheberg (MOZ) Ein neues Auto steht seit Donnerstag einsatzbereit unter dem Dach des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Müncheberg. Damit verfügt der Landkreis Märkisch-Oderland auch im südöstlichen Territorium nun über eine hochmoderne mobile Einsatzleitstelle.

Vielleicht sieht es ihm nicht jeder an, doch er hat es in sich: der neue Einsatzleitwagen (ELW) für den Landkreis Märkisch-Oderland. Er vereint modernste IT-Technik, Satelliten-Anlage, hochintelligente Software. Am Donnerstag wurde er am Standort Müncheberg in die Obhut der Freiwilligen Feuerwehr Müncheberg übergeben. Zur eher unspektakulären Schlüsselübergabe waren auch Landrat Gernot Schmidt (SPD), Münchebergs Bürgermeisterin Uta Barkusky (Linke) und Kreisbrandmeister Willy Rossow geeilt - dem Anlass angemessen.

Insgesamt hat der Landkreis drei Einsatzleitwagen, verteilt auf die Standorte Fredersdorf-Vogelsdorf, Müncheberg und Bad Freienwalde. Dem Stand der Technik entsprechend, müssen diese inzwischen mehr als zehn Jahre alten Fahrzeuge nach und nach ausgetauscht werden, um im Ernstfall auch wirklich einsatzbereit zu sei. Verfügen doch die alten ELW nicht über die Satelliten-Verbindung, und auch die Fax-Verbindung über Mobilfunk ist verbesserungswürdig. Nachdem 2010 bereits die Fredersdorf-Vogelsdorfer Feuerwehr am Berliner Rand einen nagelneuen ELW erhalten hatte, ersetzt nun auch in Müncheberg ein Hightech-Auto den in die Jahre gekommenen Vorgänger. Münchebergs Ortswehrführer Kai-Uwe Bohne reichte dessen Schlüssel gleich an den Leiter der Müncheberger Einsatzleitwagen-Gruppe Björn Groß weiter.

180 000 Euro, eine stolze Summe, hat der Landkreis in das neue Fahrzeug investiert. Doch schließlich beinhaltet der ELW das Neueste vom Neuen, damit in Großschadensfällen wie beispielsweise dem Oderhochwasser der Einsatzleiter aus diesem Auto heraus alle Fäden der Kommunikation in der Hand halten kann.

"Man kann daraus von überall nach überall auf verschiedenste Weise Verbindung aufnehmen", schildert Hartmut Sommer, Sachbearbeiter Brandaufsicht im Landkreis MOL. Satelliten-Anlage, Mobilfunk, Andocken an Telefonleitungen, Arbeit am PC - alles das sei möglich. Digitalisieren, Dokumentieren, Weiterleiten - kein Problem."In dem Auto versteckt sich nicht nur eine kleine Leitstelle, sondern auch ein Besprechungsraum mit Monitor, wo sich der Einsatzleiter mit Rettungsdienst, Polizei, Katastrophenschutz abstimmen und Entscheidungen treffen kann."

Zuvor aber müssen die ausgewählten Kameraden an der neuen Software und den unterschiedlichen technischen Geräten geschult werden. Das geschehe nicht nur durch eine Firma, sagt Stadtwehrführer Carsten Greim. Grundwissen werde schon zuvor erworben. "Außerdem stehen wir seit Wochen im engen Kontakt mit Fredersdorf-Vogelsdorf, wo das identische Schwester-Auto steht, und bereiten uns vor", spricht Stadtwehrführer Greim den Randberlinern Dank aus.

Diesen Umstand hebt der Landrat besonders hervor. Wenn ehrenamtliche Einsatzkräfte sich in ihrer knappen Freizeit zusätzlich diesen Herausforderungen stellten, sei das mehr als dankenswert, lobt Schmidt. In Müncheberg, wo auch die Rettungswache steht, sei der ELW gut aufgehoben.