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Rauchmelder

In jedem Haushalt

Jeden Monat verunglücken rund 40 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.

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Rauchmelder in Kinderzimmern!

Feuerwehren bitten Eltern um Eigeninitiative und fordern Gesetzesregelung

14.11.2004, Berlin Deutschlands Feuerwehren fordern eine allgemeine Rauchwarnmelderpflicht für private Neubauten sowie mehr Sicherheitsbewusstsein gerade von Eltern. Mehr Rauchwarnmelder in Privatwohnungen könnten nicht nur viele der jährlich bis zu 600 Menschen retten, die noch bei Bränden ums Leben kommen. Sie würden auch die Brand- und die Folgeschäden verringern und die Risiken für Einsatzkräfte der Feuerwehren begrenzen, sagt Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Beim Deutschen Feuerwehr-Verbandstag 2004 in Berlin haben sich die Feuerwehren am Wochenende in einer Resolution für eine Aufnahme der Rauchmelderpflicht in die Bauordnungen der Länder ausgesprochen. Schlafzimmer, Kinderzimmer und Fluchtwege von Aufenthaltsräumen sollen mit jeweils einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Eine Rauchmelderpflicht auch für bestehende Gebäude soll geprüft werden.

Bislang haben nur Rheinland-Pfalz und das Saarland eine entsprechende Vorschrift. In Hessen gibt es eine Gesetzesinitiative. Wir erhoffen uns durch eine Rauchmelderpflicht ein Umdenken und mehr Sensibilität für häusliche Sicherheit, betont Ackermann. Während die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern in Deutschland noch im einstelligen Prozentbereich stagniere, hätten skandinavische Länder, Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit Rauchmelderquoten von 75 bis über 90 Prozent ein erheblich höheres Sicherheitsniveau im privaten Bereich erreicht.

In der Resolution fordern die Feuerwehren Wohnungsbaugesellschaften, Versicherungen und andere Interessengruppen auf, Rauchmelder kostenlos an Wohnungsbesitzer zu verteilen. An Eltern appelliert der Deutsche Feuerwehrverband, wenigstens Kinderzimmer freiwillig mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Kinder seien besonders gefährdet, weil sie durch Neugierde oft Brände verursachten und sich im Falle eines Brandausbruches aus Unkenntnis meist falsch verhielten, erläutert DFV-Vizepräsident Ackermann.

DFV-Präsident Hans-Peter Kröger hatte während des Deutschen Feuerwehrverbandestages in Berlin eindringlich für mehr Sicherheit in Kinderzimmern geworben: "Kinder können nicht selbst für die Sicherheit sorgen, die möglich wäre. Dafür müssen ihre Eltern etwas tun. Installieren Sie Rauchmelder! Brandschutz im Kinderzimmer muss zur Selbstverständlichkeit werden."