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(2012) Grüne Woche Berlin

Märkische Oderzeitung

(Von Mandy Timm) Berlin/Jahnsfelde(MOZ)Dass er Discounter beliefert, kommt für Frank Prochnow nicht in Frage. Nicht einmal wenn es sich um Bio- Geschäfte handelt. „Wir sind ein Betrieb mit Gesicht“, sagt der Jahnsfelder Ökolandwirt. Und das konnte man während der Grünen Woche erneut näher kennenlernen. In Berlin unter dem Funkturm fand ein Heimspiel für den „König des Hackbratens“, wie er auf der weltgrößten Lebensmittelmesse genannt wird, statt. Der Jahnsfelder Landhof liegt im Vergleich zu anderen weit gereisten Ausstellern vor der Tür.

Der Jahnsfelder Biohof setzt seit 20 Jahren auf ökologischen Anbau. 350 Rinder, 220 Schweine und 40 Schafe wachsen mittlerweile im Oderland auf, werden in Heinersdorf geschlachtet, in Briesen weiterverarbeitet. Zwei Mal pro Woche werden Fleisch, Gemüse, Obst und Getreide nach Berlin geliefert, ausschließlich an kleine Geschäfte und Cafés, wie Frank Prochnow betont. Das Konzept erfordere enorme logistische Kraft, so der Ökolandwirt. “Aber das ist der Weg, den wir bestreiten. Wir wollen uns nicht von Großkundenabhängig machen.“ Ein breites Sortiment seiner Produkte konnten Messebesucher bei der Grünen Woche in der Halle „BioMarkt“ kosten. Nicht nur das Biothema hätte sich seit zwei Jahrzehnten aus einer Nische heraus entwickelt, schätzt Prochnow ein. „Alles, auch der Stand hier, ist mittlerweile viel professioneller geworden.“ Der Trend den er im Kundenverhalten beobachte, geht inzwischen schon wieder weg von Discounter, hin zu Direktverkäufen beim Produzenten. Auch in Jahnsfelde ist das möglich. Prochnow will verstärkt darauf setzen. Während vor allem Berliner den Sommer über die Selbstpflücke schon reichlich nutzen, sollen Kunden dort künftig auch ihre eigenen Kartoffeln aus der Erde holen oder ein Schwein leasen können.

Ein gutes Netzwerk bei der Vermarktung ist für Frank Prochnow die Grüne Woche. Er ist von Anfang in Berlin dabei. Und zwar, seit es den Verbund “Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft“, kurz BÖLN, gibt. Zum Verband gehören Deutschlandweit 230 Ökobetriebe.

Mit freundlicher Genehmigung von: Märkische Oderzeitung